Seeerprobung: Im Mai geht's aufs Wasser
Nach Monaten im Lab wird es ernst — die erste Verprobung auf See steht an.
Es ist soweit: Wir haben einen Termin. Im Mai 2026 geht BordGeist zum ersten Mal auf echtes Wasser. Keine simulierten NMEA-Daten mehr, keine Laborbedingungen — Wind, Wellen, Salz.
Was wir testen
Für die erste Seeerprobung konzentrieren wir uns auf zwei Module:
- Smart Anchor — der intelligente Ankeralarm mit Strömungserkennung
- Sail Coach — Live-Polarkurven und VMG-Optimierung
Dazu natürlich die Grundlage: SignalK Bridge — der Jetson muss zuverlässig am NMEA 2000 Bus lesen und die Daten in Echtzeit verarbeiten.
Setup an Bord
Das Test-Setup ist bewusst minimal gehalten:
- Nvidia Jetson Orin Nano im spritzwassergeschützten Gehäuse
- Actisense NGT-1 am NMEA 2000 Backbone
- SignalK Server + unsere KI-Module
- Tablet als Display (erstmal — dediziertes Display kommt später)
- Eigene Stromversorgung über 12V Bordnetz
Kein Schnickschnack. Es geht darum zu validieren, dass die Kernarchitektur unter realen Bedingungen funktioniert.
Worauf wir gespannt sind
Im Lab sieht immer alles gut aus. Die spannenden Fragen kommen auf dem Wasser:
- Wie verhält sich der Jetson bei Vibrationen und Feuchtigkeit?
- Stimmen die Polarkurven mit echten Segeldaten überein?
- Erkennt Smart Anchor den Unterschied zwischen Schwoien und Driften zuverlässig?
- Wie hoch ist der tatsächliche Stromverbrauch im Dauerbetrieb?
- Gibt es Latenzprobleme in der SignalK-Pipeline?
Danach
Nach der Seeerprobung werden wir offen über die Ergebnisse berichten — was funktioniert hat, was nicht, und was wir ändern müssen. Kein Marketing-Blabla, sondern echte Entwickler-Transparenz.
Wer dabei sein will, wenn es losgeht: Warteliste. Wir suchen auch Testboote für spätere Beta-Phasen.
T-minus 3 Monate. ⛵